Craftivism klingt für mich nach Kraft, auch wenn Craft in Wirklichkeit Handwerk heißt und auch für Handarbeit steht. Craftivism ist ein (gar nicht sooo) neuer Trend, der Stricken, Häkeln, Sticken und Nähen aus der plüschig-verschlafenen Spießbürger-Ecke befreit und ans Licht der Aktivist:innen holt.
Die Abbildung – wenn auch von Copilot mit reichlich KI-Kitsch versehen – zeigt, worum es geht. Frau und Mann, Jung und Alt, erarbeiten zusammen Material für eine Aktion. Bestens für ein Gemeinschaftswerk geeignet sind Granny Squares, aus Wollresten gehäkelte Quadrate, die beliebig zusammengesetzt werden können. Daraus kann ein Slogan entstehen, eine Decke, Kissenbezüge, Schals oder andere Kleidungsstücke.
Meine eigene Begeisterung für diese Idee aus der Hippie-Zeit, die seit einigen Jahren eine Renaissance erlebt, hat sich in meinem Handarbeitskrimi Grausames Garn gezeigt. Für mich hieß es: Grannys kennenlernen – und verloren sein … Manche Nächte gerieten definitiv zu kurz.
Anders als in Henris Häkelclub verbinden Aktivist:innen mit dem Handarbeiten eine (politische) Botschaft – was ihnen dabei einfällt, lässt staunen!

Der Trend ist deutlich: Überall in Europa sind Frauen auf dem Vormarsch, die der politischen Rechten zuzuordnen sind. Sie nutzen die sozialen Medien, häufig Instagram, für ihre Kampagnen. In den Accounts von Gruppen wie „
In diesem Jahr werde ich bei besonderen Anlässen lesen, an Events teilnehmen … und sogar etwas ausstellen! Dieser Terminplan wird nach und nach gefüllt. Bislang stehen folgende Termine fest: